Arbeitslos und jetzt? Warum es nicht immer sofort um die nächste Bewerbung gehen muss

Arbeitslos zu sein, kann ziemlich verunsichern. Vor allem dann, wenn neben der Jobsuche noch eine ganz andere Frage im Raum steht:
Was will ich eigentlich beruflich machen?
Vielleicht möchtest du schnell wieder arbeiten, weißt aber nicht so richtig, wonach du überhaupt suchen sollst. Vielleicht hast du schon einige Bewerbungen geschrieben und bekommst kaum Rückmeldungen. Oder du merkst, dass du zwar wieder arbeiten möchtest, aber auf keinen Fall einfach zurück in den alten Job willst.
Genau an diesem Punkt kann es sinnvoll sein, nicht sofort die nächste Bewerbung abzuschicken, sondern erst einmal zu sortieren.
Wo stehe ich eigentlich gerade?
In meinen Jobcoachings erlebe ich immer wieder Menschen, die viel mehr mitbringen, als ihnen selbst gerade bewusst ist.
Da sind Jahre an Berufserfahrung, unterschiedliche Aufgaben, Weiterbildungen, persönliche Fähigkeiten und Dinge, die irgendwann selbstverständlich geworden sind.
Trotzdem fällt die Antwort auf die Frage „Was kann ich eigentlich richtig gut?“ manchmal erstaunlich schwer.
Gerade nach einer Kündigung, längerer Arbeitslosigkeit oder mehreren Absagen kann der Blick auf die eigenen Fähigkeiten verloren gehen. Selbstzweifel werden größer und irgendwann erscheinen die eigenen Möglichkeiten kleiner, als sie tatsächlich sind.
Deshalb lohnt sich manchmal zuerst der Blick zurück:
Was habe ich bisher gemacht?
Was davon konnte ich gut?
Was möchte ich weiterhin machen?
Was möchte ich auf keinen Fall mehr?
Welche Erfahrungen könnte ich vielleicht auch in einem ganz anderen Bereich einsetzen?
Aus diesen Fragen kann langsam wieder eine Richtung entstehen.
Jobcoaching bedeutet nicht nur Bewerbungen schreiben
Natürlich können Bewerbungsunterlagen Teil eines Jobcoachings sein. Aber Jobcoaching kann viel früher anfangen.
Vielleicht geht es zunächst darum, berufliche Möglichkeiten zu entdecken. Vielleicht steht die Richtung bereits fest und wir suchen passende Stellen. Vielleicht möchtest du deinen Lebenslauf überarbeiten oder dich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten.
Dabei gibt es nichts von der Stange. Das Coaching ist immer individuell und 1:1.
Wir schauen gemeinsam: Wo stehst du gerade? Was brauchst du? Was hilft dir jetzt wirklich weiter?
Denn manchmal braucht es eine neue berufliche Richtung ... manchmal einfach jemanden, der gemeinsam mit dir den nächsten Schritt sortiert.
Was ist, wenn ich gar nicht arbeitslos bin?
Vielleicht liest du bis hierhin und denkst:
„Eigentlich möchte ich mich auch beruflich verändern. Ich bin aber gar nicht arbeitslos.“
Auch dann musst du nicht warten, bis der Leidensdruck im aktuellen Job immer größer wird.
Vielleicht möchtest du erst einmal für dich herausfinden, welche anderen beruflichen Möglichkeiten es überhaupt geben könnte.
Genau dafür habe ich den Perspektivenfinder entwickelt.
Darin steckt viel aus meiner Arbeit als Jobcoachin. Der Perspektivenfinder schaut auf deine bisherigen Erfahrungen, Fähigkeiten und Wünsche und verbindet diese miteinander. Daraus entstehen berufliche Möglichkeiten, die zu deinem bisherigen Weg passen können, inklusive konkreter Tätigkeitsfelder und erster Schritte.
Er ersetzt kein persönliches Coaching. Er bietet dir vielmehr die Möglichkeit, selbstständig mit deiner beruflichen Klärung anzufangen.
Du musst noch nicht wissen, wo du am Ende ankommst
Berufliche Neuorientierung beginnt für mich nicht damit, dass du schon den perfekten neuen Beruf benennen kannst.
Vielleicht weißt du gerade nur:
„So wie bisher möchte ich nicht weitermachen.“
Auch das ist ein Anfang.
Dann geht es darum, genauer hinzuschauen, das Vorhandene zu sortieren und Möglichkeiten sichtbar zu machen.
Vielleicht braucht es gar nicht sofort die Antwort auf die große Frage:
„Was soll ich eigentlich beruflich machen?“
Manchmal reicht erst einmal eine Idee, wo es als Nächstes hingehen könnte.